Alkohol in der Stillzeit

Alkohol in der Stillzeit

Dürfen Stillende Alkohol trinken? 

Wie am Dienstag beschrieben, geht in der Schwangerschaft der Alkohol, den die Schwangere trinkt, über die Plazenta direkt und in voller Wucht zum Baby – wo er großen Schaden anrichten kann.

Auch in der Stillzeit geht der Alkohol in die Muttermilch über und befindet sich dort in etwa der gleichen Konzentration wie im Blut – dort wird er allerdings schnell wieder abgebaut! Die höchste Konzentration wird 30-60 Minuten nach dem Trinken erreicht. In der Studie (s. u.) wurde berechnet, dass selbst

⏺ wenn die Mutter 4 alkoholische Getränke trinken und

⏺ das Baby zum Zeitpunkt der höchsten Alkohol-Konzentration im Blut/Muttermilch stillen,

➡️ die Blut-Alkohol-Konzentration beim Baby nur bei 0,005% liegen würde. 

Doch auch wenn das auf den ersten Blick sehr wenig erscheint: Es gibt keine Studien, die die Auswirkungen vom Alkoholkonsum in der Stillzeit untersucht haben.

Zudem ist es möglich, dass sich der Konsum von Alkohol (zumindest in größeren Mengen) negativ auf die Milchbildung auswirkt. Daher gilt auch hier die Empfehlung, Alkohol zu meiden.

Muss ich in der Stillzeit also komplett auf Alkohol verzichten?

Nein, denn anders als in der Schwangerschaft sind in der Stillzeit Ausnahmen erlaubt!

Zu besonderen Anlässen können Stillende zum Beispiel ein Glas Sekt, Wein oder Bier trinken, wenn sie einen Abstand von etwa 2 Stunden bis zur nächsten Stillmahlzeit einhalten – so bleibt dem Körper genug Zeit, den Alkohol komplett abzubauen.

Abpumpen und die Milch wegwerfen (engl. „pump and dump“) ist hier dann nicht nötig!

Pump and Dump

Das Alkohol in der Stillzeit-Fazit

Generell gilt auch in der Stillzeit VORSICHT, denn gerade in den ersten Lebensmonaten ist es schwer bis gar nicht vorhersehbar, wann das Baby wieder Hunger oder Durst hat und das nächste Mal gestillt werden muss. Es wird daher auch in den ersten Monaten nach der Geburt empfohlen komplett auf Alkohol zu verzichten.

🔵 Wie habt Ihr das mit dem Alkohol in der Stillzeit gehandhabt? 

Quelle:

Teile diesen Post:

weitere Posts:

Eis - geht das auch gesund?

Eis, Eis, Baby!

Eis, Eis, Baby – geht das auch gesund? Wir haben die Antwort inklusive leckerem Rezept für Euer Poppeditzje.